Hintergrund Zur Hypnose

Hypnose ist ein uraltes Therapieverfahren und wurde Tempelschlaf genannt...

Aus dem Tages-Anzeiger vom 24. März 2019, Text von Silvia Aeschbach

«Als verblüffender Show-Effekt kennen fast alle die Hypnose. Die medizinische Hypnose ist weniger bekannt. Dabei ist sie laut der Schweizerischen Ärztegesellschaft für Hypnose (SMSH) «ein uraltes Therapieverfahren». In den letzten Jahrzehnten wurde dieses neu entdeckt.

 

Ein Blick in die Geschichte der Hypnose:

4000 v. Chr.: Die Sumerer, die als ältestes Kulturvolk der Menschheit gelten, therapieren bereits erfolgreich mit Hypnose.

1500 v. Chr.: Der «Papyrus Eber», eine Schriftrolle aus Ägypten, dürfte der älteste Text über Hypnose sein. Man spricht in dieser Zeit vom «Tempelschlaf».

1400 v. Chr.: Die Griechen betreiben in der Antike sogenannte «Schlaftempel» zur Behandlung psychischer Erkrankungen.

291 v. Chr.: Wegen der heilenden Wirkung wird die Technik des «Tempelschlafs» von den Römern übernommen.

2. Jh.: Der in Rom tätige griechische Arzt Galenos von Pergamon schreibt eine bedeutende wissenschaftliche Begründung zum «Tempelschlaf».

5. Jh.: Der Kirchenlehrer Augustinus berichtet über eine Schmerzbehandlung, die mit Hypnosedurchgeführt wurde.

16. Jh.: Der Einsiedler Arzt Paracelsus empfiehlt Hypnosebehandlungen bei verschiedenen Nervenerkrankungen.

17. Jh.: Der Wiener Arzt Franz Anton Mesmer entdeckt die Technik der Hypnose wieder und ent- wickelt sie weiter. Sein «magnetisches Heilen» wird auch als «Mesmerismus» bekannt.

19. Jh.: Neue Narkosemittel verdrängen die Hypnose bei Operationen, wo sie neben Alkohol das einzige Mittel gegen Schmerzen war. Für eine breitere Öffentlichkeit wird Hypnose vor allem zu einer Jahrmarktsattraktion. In der Zürcher «Irrenheilanstalt Burghölzli», der heutigen Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, führt der Psychiater und Hirnforscher Auguste Forel die Hypnosetherapie ein.

 

1843: Der britische MedizinerJames Braid führt erstmals den Begriff Hypnose ein.

1885: Sigmund Freud versucht, Patienten mit Hypnose zu behandeln, wendet sich später aber wieder davon ab.

20. Jh.: Der amerikanische Psychiater Milton Erikson entwickelt die Hypnosetherapie weiter.

1926: Der deutsche Psychiater Johannes Heinrich Schultz erfin- det das Autogene Training, eine Art Selbsthypnose.

1955: Die britische Ärztegesellschaft anerkennt Hypnose offiziell als wirksame Therapie.

1981: Die Schweizerische Ärztegesellschaft für Hypnose (SMSH) wird gegründet.

1985: Die Gesellschaft für klinische Hypnose Schweiz (ghyps) entsteht.

Heute: Die medizinische Hypnose wird von vielen Ärzten und Therapeuten als probates und seriöses Hilfsmittel eingesetzt.»

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